Dilettantische Leistung in Beilstein

Bei sommerlichen Temperaturen um die 29 Grad waren die Weinsberger zu Gast beim TGV Beilstein. Das zu bespielende Geläuf war recht gut, die klimatischen Bedingungen eher hinderlich. Zudem war der TSV mal wieder in Personalnöten, fehlte doch mal wieder der ein oder andere wichtige Spieler oder saß aufgrund schlechter Trainingsbeteiligung auf der Bank.

Das Spiel begann schleppend und Beilstein übernahm sofort das Kommando. Weinsberg die tief verteidigen wollten, stand entgegen der Vorgabe, in der Offensive viel zu hoch und in der Defensiv sehr tief, sodass die Abstände zum Mittelfeld viel zu groß waren. Genau das ermöglichte den Gastgebern relativ mühelos ihr Spiel aufzuziehen und immer wieder mit einfachen Schnittstellenbällen für höchste Gefahr sorgen zu können. So viel auch viel zu einfach und relativ früh das 1:0. Keine Änderung im Spiel der Blauen: Beilstein war weiter tonangebend. Eine Flanke konnte im Weinsberger 16er zunächst geklärt werden, der im Rückraum befindliche Gegner wurde aber viel zu halblebig gestört und so könnte dieser aus der Distanz flach ins lange Eck einnetzen, 2:0. Beilstein erhöhte gar auf 3:0, nachdem ein Freistoß direkt am 16er direkt verwandelt wurde. Beilstein kam damit viel zu einfach zur frühen Entscheidung. Selbst verzeichnete man eine hochkarätige Chance, als Klein nach einer Freistoßflanke von Fischer per Kopf den Innenpfosten traf, der Ball aber von dort den Weg von der Torlinie weg nahm. Kurz vor der Halbzeit hätte dieser Treffer möglicherweise nochmal Aufwind gegeben.

Nachdem Wechsel wollte man das bereits angesprochene Abstandsproblem in den Griff bekommen, indem man konsequent mit der Defensive bis Nähe Mittellinie rausschieben wollte und dies gelang zunächst auch. Das Spiel des TSV war nun wesentlich besser, Beilstein kam nicht mehr zu Chancen. Selbst hatte man Vorstöße, jedoch keine klaren Chancen. Aber der 65. Minute begannen wir aufgrund der anstrengenden Witterung zu wechseln. Möglicherweise geriet damit das Gefüge wieder auseinander, den nun stimmten erneut die Abstände nicht. Die 4er-Kette klebte am eigenen 16er, der Sturm in der gegnerischen Hälfte. Es passierte in der Folge das gleiche wie in Halbzeit eins und man fing sich drei weitere Tore.

Beilstein war der absolut verdiente Sieger. Weinsberg muss sich hier aber Vorwürfe machen. Gegen diesen Gegner darf man, bei allem Respekt, zwar verlieren, jedoch niemals in dieser Höhe. Der TSV blickt nun mit Freude, so muss man es sagen, auf das Ende dieser verkorksten Saison hin.

Es spielten: Schneider - Sacchi, Tarba, Klein (Aron), Fischer - Akgül (Özcelik), Koc, Türk, Sahin - Goncharik, Ranieri

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Der Autor möchte diesen Beitrag dem überraschend verstorbenen, langjährigen, treuen Fan und Zuschauer Werner Beck widmen.
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